Naturgerechte Grundkurse
für ein solides Fundament

Wir stellen immer wieder viel zu hohe
Erwartungen an unsere Hunde

Sicherheit und Vertrauen schaffen

Sich gegenseitig kennenlernen und sich lernen zu vertrauen
Wenn ein Hund bei uns einzieht, ist unser erster Gedanke dass er so schnell als möglich den Grundgehorsam lernt und so viel Kontakt mit anderen Tieren und Artgenossen hat wie er nur kann, damit er ja schliesslich gut sozialisiert wird.

Hier machen wir leider schon einen entscheidenden Fehler, obwohl wir es ja eigentlich nur gut meinen mit unserem Hund. Wir geben dem Hund nicht einmal die Zeit sich in seiner neuen Familie einzugewöhnen und diese kennenzulernen. Stattdessen ändern wir unser normales Verhalten und richten unsere ganze Aufmerksamkeit dem neuen Familienmitglied. Wie soll er uns da kennenlernen?

Vertrauen als Basis für das ganze weitere Leben

Durch die langjährige Erfahrung mit einem Hunderudel kenne ich die Aufzucht eines Welpen nur zu gut und konnte dabei intensiv beobachten wie Hunde mit Welpen umgehen und vor allem wie ein Welpe lernt und versteht.

Ich habe es dabei immer so gemacht, dass der Welpe die ersten drei Monate nur mit mir als sein Halter Kontakt hat. Auf Kontakt zu anderen Hunden oder Tieren und Menschen wird bewusst verzichtet. Die Beziehung zum Welpen in der Anfangszeit ist relativ kühl, das heisst es werden ihm die Spielregeln des Zusammenlebens erklärt und aufgezeigt. Ein Nichteinhalten der Spielregeln hat immer eine Zurechtweisung zur Folge. Auf eine spezielle herzliche Aufmerksamkeit wird ebenfalls ganz bewusst verzichtet. Dafür findet regelmässig ein Kontaktliegen statt und ein Gruppenkuscheln mit dem ganzen Rudel. Klar ist es einfacher, wenn bereits andere Hunde im Zuhause sind, aber auch wenn der Welpe der erste Hund ist, funktioniert dies so am Besten.

Nach diesen drei Monaten hat der Kleine so viel Vertrauen in seinen Menschen, dass er ihm blind folgt, egal wohin. Jetzt kann der Kleine problemlos in die Stadt mitgenommen werden oder zu anderen Menschen und Tieren. Schliesslich hat er ja in den drei Monaten gelernt, dass er sich immer auf seinen Menschen verlassen kann und es keinen Grund gibt in seinem Beisein Angst zu haben.

Daher kann ich jedem nur empfehlen seinen kleinen Welpen einfach wirklich die Zeit zu geben, sein Zuhause kennenzulernen und seine Menschenfamilie lernen zu verstehen.





 
 

Welpen oder Junghunde aus zweiter Hand

Ja das gibt es leider sehr oft, dass bereits in diesem Alter die Hunde von der einen Hand zur nächsten weitergereicht werden. Welpen sehen generell ja immer total niedlich aus und viele Menschen kaufen sich einfach einen Welpen ohne zu wissen, was die Rasse eigentlich mit sich bringt.

So kommt es zum Beispiel gerade bei Wolfshundewelpen immer wieder vor, dass die neuen Besitzer erschrecken und das Gefühl haben, dass die Welpen aggressiv sind, weil die Kleinen immer vor sich her grummeln. Doch gerade Wolfshunde grummeln. Man könnte dieses grummeln auch als sprechen definieren. Je älter die Wolfshunde werden, desto mehr sprechen diese mit ihren Haltern.

Das andere sind Listenhunde-Welpen, sind ja echt süss, doch wenn die Menschen dann sehen wie die Vorschriften sind für diese Hunde, werden die Welpen wieder weiterverkauft.

Bei solchen Hunden ist die Eingliederung umso wichtiger, denn diese haben bereits in einer entscheidenden Phase ihres Lebens die Erfahrung gemacht, dass sie sich nicht auf den Menschen verlassen können. Hier gilt es umso mehr Sicherheit und Vertrauen zu schaffen.




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