In kleinen Schritten
und mit viel Spass und Unterstützung
zum langfristigen Erfolg

Was beim Welpen noch tolleriert werden konnte,
muss jetzt konsequent unterbunden werden

Junghunde und der Abruf

Warum soll ein Welt-Eroberer auf dich hören?
Ein Junghund macht es dir ja am Anfang echt einfach mit dem Abruf. Sobald du nur ein bisschen rumalberst und dich dann total freust, dass der Kleine kommt, ist es für ihn nur noch ein tolles Spiel, welches er gerne mit dir spielt.

Klar wird die Freude mit dem Wachsen immer grösser und du musst achten, dass er nicht durchdreht und dich über den Haufen rennt, ist aber je nach Rasse kein Problem.

Ich werde in den Kursen immer wieder gefragt, wie man denn einen Welpen oder Junghund, der gerade die Welt kennenlernt dazubringen soll, dass er zurückkommt wenn man ihn ruft. Nun, hier zeigt sich, ob der Junghund Welpenspielstunden besucht hat oder nicht.




Das Problem der Welpenspielstunden

Welpenspielstunden sind leider sehr weit verbreitet und die Menschen haben immer das Gefühl, dass diese sehr wichtig sind und dass sie ihrem Hund was ganz tolles damit erfüllen. Ich kann nur jedem davon abraten, denn das was der Hund da lernt ist alles andere als förderlich.

Aus unserer Sicht sind Welpenspielstunden toll. Die Hunde können spielen, rumalbern und lernen dabei mit anderen Hunden umzugehen. Doch was passiert aus Sicht des Hundes?

Aus der Sicht des Hundes ist es so, dass wir den Kleinen in einer Zeit wo er uns braucht wegschicken und ihm beibringen, dass die anderen Hunde viel wichtiger sind und es viel mehr spass macht mit denen zu spielen. Wenn der Kleine dann in der Gruppe noch drunter kommt, lernt er auch noch, dass er sich auf seinen Halter nicht verlassen kann und dass ihn dieser nicht beschützt und dass er auf sich selbst achten musst.

Diese Eindrücke nimmt der Hund mit ....

Wir vertrauen einem fremden Menschen mehr, als unserem eigenen Hund

Als Halterin eines Rudels kann ich echt nur sagen, dass es immer schwieriger wird im Umgang mit anderen Hundehaltern. Sobald du einen Hund hast, welcher zu einer Listenhunderasse gehört, ziehst du einfach die Arschkarte. Dein Hund hat Vorschriften und die anderen ignorieren dies uns lassen die Hunde einfach darauf los. Gleich geht es Haltern von Wolfshunden oder Huskys. Da werden einfach Hunde losgelassen ohne darüber nachzudenken was passieren kann, wenn fremde Hunde auf einen Husky treffen. Oder im aktuellen Fall, welchen wir diese Woche im Toggenburg hatten. Wir Hundehalter sind verantwortlich, dass unser Hund nicht aus einem Garten entweichen kann. 

Diese Verantwortung nehmen leider immer weniger Hundehalter wahr. Das nützt mir nichts wenn der Hund super lieb ist, aber die Menschen haben immer weniger Respekt voreinander und das merkt man bei den Hundehaltern massiv.

Ich erlebe dies auch immer wieder in meinen Ausbildungen. Die Hundehalter reagieren erst dann, wenn etwas schief läuft. Dabei ist das Prinzip so einfach wie Autofahren. Vorausschauend handeln. Klar wird man vielfach von anderen Hundehaltern angepöbelt und als Tierquäler abgestempelt aber mal ganz ehrlich, ist mir die Meinung eines fremden Menschen wichtiger als das Leben meines Hundes? Ich würde für jeden einzelnen meiner Hunde vor ein fahrendes Auto stehen, nur um sie zu beschützen und meine Hunde würden für mich und jedes einzelne Rudelmitglied das gleiche tun. Also, warum für einen fremden Menschen das Leben des eigenen Hundes aufs Spiel setzen ....





© 2018 Hundeschule Gabriela Gehringer • Abendweg 6 • CH-6252 Dagmersellen